Nicole Jan▀en
  CHU Erlangen*
 

Erlangen

(irgendein Silvester im 21.JH)

 

Es war kalt als Fabrice (nicht zu verwechseln mit Febreeze), unsere Obfrau Clau und meine Wenigkeit den weiten Weg nach Erlangen antraten. Aber es sollte noch kälter werden! In Erlangen lag hoch Schnee und wir fragten uns warum wir eigentlich unsere Reitsachen und nicht die Skiausrüstung eingepackt hatten. Wie auch immer, das Wichtigste, Clauchens Proviantbox mit sämtlichen erdenklichen Alkoholika war jedenfalls an Board. Am Eintreffabend schwächelten die Wuppertaler mal wieder, so dass wir recht schnell den Schlaf der Gerechten fanden. Schwer motiviert für die Dressur, immerhin war ich im Vorjahr Dritte geworden, standen wir dann samstags frierend in der Reithalle und beäugten skeptisch zwei merkwürdige Subjekte, die morgens um zehn schon lautstark ihre schönsten Lieder zum Besten gaben: „Ja, wir haben ein Idol, Harald Juhnke…“. Leider reichte es für Clau und mich nur bis in die erste L-Runde. Und so hatten wir ausreichend Zeit die Subjekte als Ex- und Freund von Julia aus FFE zu identifizieren. Während ich mit dem Lumumba Stand diskutierte, weil ich einen heißen Kakao ohne Alk wollte, stand Julias Ex plötzlich neben mir und erwies sich als erstaunlich warm. Nachdem ich es dann schaffte mich unauffällig mit in seine Jacke zu kuscheln und wir überflüssige Informationen, wie Namen austauschten, wusste ich dann auch, dass mein wärmespendender Retter Mario hieß und Julias Freund eigentlich gar nicht Freeman T.Porter (so wie es auf seiner Jacke stand) sonder Gunnar und dass Gunnar und Mario im gleichen Fußballverein spielten (das erklärte die Lieder).

Abends war dann großer Silvesterball. Wie gut, dass ich Sandalen anhatte und mir beim Knallen draußen im Schnee nicht die Füße abfroren. Was lag da näher, als sich anschließend wieder von Mario wärmen zu lassen?

Mädel zu Clau: „Sag mal, was macht die Nico denn da hinten mit dem Asi-Baller?“

Clau: „Die reden…, oder?“ Mädel: „NEEE, die REDEN nicht!“

Nachdem ich dann die Einladung von Mario mit auf seinem Hotelzimmer zu schlafen (er konnte eh nicht schlafen, weil Julia und Gunnar nebenan im Zimmer beim Sex immer so laut waren und es auch schon in der ersten Nacht geschafft hatten das Hotelbett zu zerstören) abgewendet hatte und er die Erwägung mit mir in der Turnhalle zu schlafen auch wieder verworfen hatte, fanden sich die Wuppertaler gegen vier Uhr in der Turnhalle ein. Leider schaffte Clau es nicht an dem Heidelberger Gelage direkt neben dem Eingang vorbei zu kommen, so dass sie nach zwei Stunden Schlaf nicht annähernd fahrtüchtig war um Fabrice und mich zu dem leckeren Brunch zu fahren, zu dem sich auch die Frankfurter einfanden. In Anbetracht des Alkoholpegels der meisten Anwesenden war es recht laut, als Mario sich erstaunlich nüchtern neben mich setzte und wir uns unterhalten wollten. Auf einmal drehte Mario sich um und schrie: „Könnt ihr nicht mal etwas leiser sein?“ Sofort war es still, bis eine zaghafte Stimme, ich glaube es war Tchibo aus Aachen fragte: Mario, warst du das?“ und Clauchen meinte: „Ist ja unglaublich, Nico zähmt selbst die größten Asis!“

Der anschließende Urlaub mit meinem Freund war nicht wirklich entspannend, weil Mario mindestens zweimal pro Tag anrief. Monate später berichtete er mir dann, er habe sich mit einem Küken getröstet und hätte nun den Spitznamen „Klodeckelzerstörer“ weg. Also die Jugend von heute ist wirklich unglaublich, gut dass ich so anständig bin!

 

Wer jetzt aufmerksam gelesen hat, dem ist aufgefallen, dass ein Abend und das Springen fehlen. Wenn man jetzt berücksichtigt, dass ich keinen Alk trinke, so kann das nur der Anfang von altersbedingter Demenz sein. Hat auch seine Vorteile…

 

Eure Nico


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